![]() |
Frühjahrstagung der Bayerischen Esperanto-Liga 2011
|
|
|
Heinrich von Kleist trifft Profesoro Ruĝnazul’ bei der Jahrestagung der Bayerischen Esperanto- Liga in Augsburg
|
||
|
Im Bürgertreff Augsburg-Hochzoll – eine Einrichtung der Stadt Augsburg – ist der Esperanto-Sprachklub Augsburg bereits eine feste Institution. Er bot der Jahrestagung 2011 der Bayerischen Esperanto-Liga am Samstag, den 21. Mai 2011auch einen komfortablen Rahmen, denn die Mitglieder des örtlichen Klubs konnten ihre Gäste dort bewirten und unterhalten, was auch eine recht positives Echo fand.
Gut 30 Teilnehmer aus ganz Bayern erfreuten sich am Rahmenprogramm, genossen ein reichhaltiges Mittagessen und diskutierten auftretende Fragen und Anregungen während der Mitgliederversammlung.
„Gruppenleben trotz Zeitgeist“ war das Thema des Unterhaltungsteils, den die Mitglieder des Esperanto-Sprachklubs Augsburg in der Internationalen Sprache gestalteten und das Gerald Tucker mit einem Vergleich der Vorteile der realen Esperanto-Welt – so wie sie sich in persönlichen Begegnungen darstellt – mit der virtuellen Welt einleitete. In einem Kurzvortrag übertrug Yenovk Lazian den Inhalt einer Fabel von Heinrich von Kleist in die esperantosprachige Welt. Jomo Ipfelkofer erfreute die Anwesenden mit einer Präsentation von Werbeaufschriften und Firmennamen, bei denen man sich – meist unbewusst – der Sprache Esperanto bediente. Steffi Tucker präsentierte Übungsformen aus ihrer Reihe „Lingvaj Ekzercoj“, die so konzipiert sind, dass sie Sprachanfänger nicht entmutigen und -fortgeschrittene nicht langweilen. Erfreut stellte sie als Klubvorsitzende fest, dass die Mitglieder viel regelmäßiger teilnehmen, wenn sie einerseits gefordert und gefördert werden, andererseits aber auch Zeit zur Unterhaltung und Entspannung eingeplant wird. Die Klubmitglieder – unterstützt von Helmut Obele am Akkordeon – rundeten musikalisch das Programm ab mit bekannten Liedern wie „Semajnfin’ kaj suna bril’“ (Wochenend und Sonnenschein), „Veronika“ und „La eta verda kakto“ (Mein kleiner grüner Kaktus).
In der Jahreshauptversammlung hob der Vorsitzende, Bernd Krause, die konstruktive Zusammenarbeit der Mitglieder der Vorstandschaft hervor. Die Vorbereitungsarbeiten der Esperanto-Gruppe Nürnberg zu deren 125-jährigen Bestehen 2013 und die Ausrichtung des dort stattfindenden Deutschen Esperanto-Kongresses soll durch BELO auch finanziell unterstützt werden. In den vorgetragenen Jahresberichten von 9 bayerischen Esperanto-Gruppen stand das ständige Bemühen um mehr Interesse an der Esperanto-Bewegung im Vordergrund. Das Zamenhoffest 2011 wird am 17. Dezember in Nürnberg stattfinden; als Ort für die nächste BELO-Mitgliederversammlung sind München und Pfaffenhofen im Gespräch.
Der vor Kurzem verstorbenen BELO-Mitglieder, Hermann Schmid, Augsburg, und Ester Keil, Nürnberg, – beide waren den größten Teil ihres Lebens äußerst aktive Mitstreiter – wurde mit einer Würdigung und Schweigeminuten gedacht. Dr. Horst Denzer von der Europa Union würdigte in einem weiteren Nachruf die vielen Verdienste von Hermann Schmid.
Die Mitglieder des Esperanto-Sprachklubs Augsburg sorgten für einen süßen Abschluss des offiziellen Teils des Ligatages mit Kaffee und selbst gebackenen Torten, die reißenden Absatz fanden.
Anschließend trafen sich die Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft Kultusministerium“ zu einem Erfahrungsaustausch. Zur Kommentierung im Rahmen ihrer jeweiligen Aufgabenbereiche erhielten sie je ein Exemplar der von Gerald und Stefanie Tucker erarbeiteten Materialien zur Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, Stufen A1 und A2 (Esperanto). Dieses Material wird von Prof. Dr. Martin Haase, Universität Bamberg, begutachtet werden, der sich bereit erklärte, eine Erweiterung des bestehenden „Gelenks“ zwischen BELO und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus zum Staatsministerium für Wissenschaft zu erwirken. Nach Fertigstellung und fachlicher Korrektur soll das Material in den Sprachen Deutsch und Esperanto an diese Ministerien weitergegeben werden, um so ein offizielles Konzept vorzulegen, das als erweiterbares Basisdokument für den „Anfangsunterricht Esperanto“ dienen soll.
Auch Mitglieder des Deutschen Esperanto-Instituts trafen sich unter Leitung ihres Direktors, Prof. Dr. Haase, in Augsburg, um Stand und Zukunft dieser Einrichtung – mit besonderem Augenmerk auf die Deutsche Esperanto Bibliothek und das Prüfungswesen – zu erörtern. Über diese Sitzung wird noch gesondert berichtet werden.
|
||
|
|
||
|
Mitglieder des Esperanto-Sprachklubs Augsburg beim Liedvortrag, ganz links die Vorsitzende Steffi Tucker (Foto: Jomo Ipfelkofer) |
| Bernd Krause | Stefanie Tucker | |
| 1. Vorsitzender | Vorsitzende | |
| Bayerische Esperanto-Liga | Esperanto-Sprachklub Augsburg |