Unglaublich, www.Esperanto.de lebt!!
Im Rahmen der
europäischen Globalisierung hat die Forchheimer Esperanto-Gruppe
zum 2.mal die Esperanto-Gruppe aus der Partnerschaftsstadt Gherla/Rumänien
eingeladen. Auch Gäste aus Litauen, Tschechien und Frankreich haben die Anreise
nach Forchheim nicht gescheut, um sich mit den Forchheimer und Gherlaner zu
treffen, um die völkerverbindende Sprache zu pflegen.Mit Saluton (Servus)
begrüßte die Vorsitzende der Esperanto-Gruppe Forchheim die Gäste, die alle
privat in Forchheim und Erlangen bei Esperantogasteltern untergebracht wurden.
Das reichhaltige Programm begann am Sonntag,4.8. mit dem Besuch einer
katholische Messe
Danach ging es in den Rathaussaal, wo Oberbürgermeister Franz Stumpf die
Gästebegrüßte und seine Freude über deren Besuch ausdrückte. Er erzählte über
die Stadtgeschichte von Forchheim, die der 1.Vorsitzende der Bayerischen
Esperantoliga Gosbert Gehlert aus Kronach ins Esperanto übersetzte.
Gastgeschenke
wurden ausgetauscht und E.Geist dankte dem Oberbürgermeister für seine
Unterstützung. Der ließ sich nicht lumpen und lud die ausländischen Gäste und
ihre Gastfamilien zu einem Bufett ein.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen begann die Stadtführung durch Forchheim.
Viele Gäste trugen ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Nekredeble, Esperanto vivas
!" (Unglaublich, Esperanto lebt)
Nachdem es ein heißer Tag war und Stadtführungen auch durstig machen, beschloss
man den Tag im Kellerwald ausklingen zu lassen. Auf dem Schuster-Keller wurde
dann über den Prozeß der europäischen Einigung und dessen rasanten Entwicklung
diskutiert, sowie über Wirtschaft und der neuen Währung und über die
gegenwärtige Sprachenregelung innerhalb der EU, die eine Gleichberechtigung
aller Sprachen vorsieht. In der Praxis aber herrscht eine Rangordnung der
Sprachen und somit eine Beschränkung hauptsächlich auf Englisch und Französisch.
DIE NEUTRALITÄT, DIE BEIDEN NATIONALSPRACHEN FEHLT, KÖNNE NUR EINE PLANSPRACHE
OHNE EIGENE
NATION UND EIGENES STAATSGEBIET ERBRINGEN.
Seit 115 Jahren habe sich einzig Esperanto als überlebensfähig und praktikabel
erwiesen. Es ist nicht nur neutral, sondern auch als Wissenschafts-und
Computersprache gut geeignet. Im Vergleich zu anderen Nationalsprachen ist
Esperanto auf Grund seiner ausnahmefreien Grammatik wesentlich leichter zu
lernen.
Nach dieser heißen Diskussion leider ohne den EU-Abgeordneten Dr.Wuermeling der
sich entschuldigen ließ, klang der erste Abend mit den Gästen gegen 21.00 aus.
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Der nächste Tag führte die Gäste samt Gasteltern mit dem
ESPERANTO-EXPRESS
nach Stein bei Nürnberg
ins Kristallbad Palm-Beach. Die Begeisterung war den Gästen ins Gesicht
geschrieben und Geist hatte zu tun, um die insgesamt 50 Teilnehmer aus dem Bad
herauszuholen, um den nächsten Programmpunkt, Fa.Lebkuchen Schmidt anzufahren.
Dort wurde eine Filmvorführung über die Herstellung des Nürnberger Lebkuchen
gezeigt, und jeder Gast bekam Kaffee und Lebkuchen zum Probieren.
Nach diesem Schmankerl ging's in die Innenstadt von Nürnberg, wo man der
internationalen Esperanto-Touristengruppe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
zeigte.
Am Mittwoch führte
ein Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber. Im Rathaus wurde die Gruppe schon von
der 2.Bürgermeisterin Mittermeier erwartet. Sie begrüßte die Gäste und man bekam
von ihr die Geschichte über die Stadt Rothenburg zu hören. Dann kam der
Kellermeister mit seinem 3 Literkrug Wein, überbrachte die Geschichte des
Meistertrunkes und wir durften dann den Krug leeren. Sanon!
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Eine kostenfreie Stadtführung sowie der Besuch des Mittelalterlichen Kriminalmuseums rundete das gut organisierte Programm ab.
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Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, und die Gäste konnten je nach Interesse verschiedene Museen, Kirchen oder Geschäfte besuchen.
Am Freitag besuchte
man die Tee-und Kräuterfabrik Martin Bauer in Vestenbergsgreuth. Die Gäste
wurden mit Tee bewirtet und jeder erhielt ein großzügiges Gastgeschenk.
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Beim anschließenden Mittagessen in den Greuther-Stuben wurde ein Video über den Anbau, Ernte, Verarbeitung und Versand in alle Welt vorgeführt.
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Am Nachmittag ging es nach Bad Windsheim ins Freilandmuseeum. Bei herrlichemWetter maschierte man (oni promenadis) zur alten Mühle, wo schon der Müller auf die Gruppe wartete, um dieser das Getreidemahlen aus damaligen Zeiten vorzuführen. Danach konnte sich jeder durch die alten Gebäude auf eigene Faust bewegen und erkunden.
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Am Samstag,10.08. fand das große Abschiedsfest bei Geist statt. Der Wettergott hatte ein Einsehen und ließ die 70 Personen das Grillfest genießen.
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Anwesend war auch Stadtrat Käding, gleichzeitig Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Gherla/Forchheim. Er dankte E.Geist für ihren Einsatz der Partnerschaftspflege und überreichte ihr einen Blumenstrauß und eine Flasche Schlehengeist mit den Worten:
"Normal ist ein
Geist ja unsichtbar, aber wenn Sie den trinken, dann wird der Geist sichtbar,
womit er absolut Recht behielt."
Auch an den anwesenden Stadtrat Adi Pop, sowie der Vorsitzenden der
Esperanto-Gruppe Gherla Mariana Berariu überreichte Käding Erinnerungsgeschenke.

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Während des
Grillfestes sorgte der "Gitarrensepp" Josef Schmitt für absolute Hochstimmung.
Das Tanzbein wurde geschwungen und so mancher verließ schweren Herzens in den
Morgenstunden das Fest.
Am Sonntag,11.08.
kam dann der tränenreiche Abschied, mit dem Versprechen, bald wiederzukommen.
Geist erhielt nach 26 Std. (so lange dauert die Reise mit dem Autobus nach
Gherla) die Mitteilung, dass alle gut nach Hause gekommen sind, und dankten ihr
nochmals für alles, was sie für sie organisiert hatte.
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Schlusswort :
Als "europatragende" Sprache wäre Esperanto wohl am ehesten in der Lage, die
inneren Grenzen der Europäischen Union zu überwinden und ein europäisches
Bewußtsein zu schaffen, was auf wirtschaftlichem und politischen Wege kaum zu
erreichen sein dürfte.
Allerdings fehle Esperanto im Gegensatz zu Englisch und Französisch die
finanzielle und politische Lobby, die sich für seine Einführung stark machen
könne. Ich meine, man könnte ein Projekt starten, Esperanto als EU-internes
Hilfsmittel für eine gewisse Probezeit neben Englisch und Französisch in die
Schulen einzuführen und somit seine Praktikabilität und Vorteile zu testen.
Evi Geist
Zum Bericht von verschiedenen Teilnehmern in Esperanto
Zum Bericht in Esperanto von Mariana Berariu - Al la esperantlingva raporto de Mariana Berariu
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