Gemeinsame Frühjahrstagung

der Bayerischen und der Baden-Württembergischen Esperanto-Ligen (BELO und BAVELO)

„Esperanto – Chancen – Nutzen“ in Aalen, 7. bis 9. Mai 2010

 

 

Bericht der Arbeitsgruppe „Städtepartnerschaften“

I. Allgemeines:

 

1.  Für die an einzelnen Orten bestehenden Esperanto-Gruppen/-Klubs ist ein Austausch (schriftlich, mündlich oder persönlich) mit nicht-deutsch-sprachigen Partnern sinnvoll:

     - Erlebnis von Eo als lebender/lebendiger Sprache,

     - Anreiz für die Sprachlernenden,

     - unmittelbares und gegenseitiges Kennenlernen der jeweils „fremden“ Welt.

 

2.  Partnerschaftliche Kontakte haben sich privat unter Gruppen verschiedener Nationalität, oft auch multidirektional, gebildet. Sie erfahren i.d. Regel keine finanzielle öffentliche

     Unterstützung, haben aber jetzt durch die Nutzung des Internets einfachere Kontaktmöglichkeiten.

 

3.  Seit sich der „Rat der Gemeinden und Regionen Europas“ 1984 gebildet hat (deutsche Sektion seit 2003 unter dem derzeitigen Vorsitz des Stuttgarter Oberbürgermeister

     Dr. Wolfgang Schuster) sind Esperanto-Kontakte teils im Rahmen sog. Städtepartnerschaften entstanden, teils haben sie solche sogar mittels ihrer Verbindungen angeregt.

 

4.  Die sich beteiligenden Esperanto-Gruppen/-Klubs wissen sich in Übereinstimmung mit der Überzeugung des Rates, dass politische Freundschaften zwischen Staaten an der Basis

     gelebt werden müssten.

 

II.  Erfahrungen:

 

1.  Die zwischen Gruppen verschiedener Nationalität bestehenden Kontakte sind nicht unbedingt abhängig vom Vorhandensein einer Städtepartnerschaft.

 

2.  Bei Bestehen einer solchen finden Gruppenaktivitäten erfahrungsgemäß Beifall und gelegentlich sogar Unterstützung.

 

3.  Ähnlich wie bei den offiziellen Städtepartnerschaften selbst, deren Lebendigkeit vom Engagement der jeweiligen Kommune bestimmt wird, hängt die Möglichkeit der genannten

     Kontakte bzw. deren Aufrechterhaltung auch vom Vorhandensein mitwirkungswilliger Gruppenmitglieder ab.

 

4.  Als schwierig erweist sich die Einrichtung einer Esperanto-Verbindung zu Partnerstädten,  

     wenn dort keine Esperanto sprechenden Partner vorhanden oder nur schwer zu finden sind.

 

5.  Hilfreich, aber auch unterstützenswert ist bezüglich dieses letzten Punktes die Initiative des Esperanto-Weltbundes, der dafür eine Zentrale eingerichtet hat, die über die

     Netzverbindung ghemelurboj@yahoo.com.cn zu erreichen ist.

 

III. Ergebnis:

 

1.  In offiziellen Erwähnungen von Städtepartnerschaften kommt die Sprachenfrage praktisch kaum in Betracht, höchstens dann, wenn auf eine Fördermöglichkeit des Sprachunterrichts, 

     und hier wiederum in den traditionell unterrichteten Fremdsprachen, hingewiesen wird.

     Hier müsste in den den Gruppen zugänglichen Medien auf die Möglichkeit hingewiesen werden, dass Esperanto infolge unmittelbarer persönlicher Kontakte das Fenster zu

     anderen Kulturen und ihren Sprachen öffnen kann.

 

2.  Die vorbereitende Umfrage bei den Ortsgruppen in Bayern zeigt, dass sich entweder noch wenige Gruppen der Wichtigkeit transnationaler Gruppenkontakte bewusst oder an der

     Bildung eines Informationsnetzes zum vorgelegten Thema interessiert sind, z.T. wohl, weil sie ohnehin ihre eigenen Außenbeziehungen unterhalten. Ähnlich steht es vermutlich in

     Baden-Württemberg.

 

3.  Andererseits wurde in der Sitzung von sehr lebendigen und ideenreichen Partnerschaftsbeziehungen, sei es im Rahmen von Städtepartnerschaften, sei es durch Privatkontakte berichtet.

 

4.  Ihr Interesse an der Bildung eines süddeutschen Informationsnetzes über (städte-)partnerschaftliche Verbindungen mittels Esperanto haben durch z.T. detaillierte vorherige

     Berichte und teils durch persönliche Teilnahme an der Sitzung aus Bayern sieben und aus Baden-Württemberg drei Gruppenvertreter bekundet.

     aus Bayern:  Augsburg – Erlangen – Forchheim – Kronach – München – Pfaffenhofen – Weiler-Simmerberg

     aus Baden-Württemberg:  Aalen (zwei Vertreter) – Karlsruhe

 

5.  Die Koordination des in Aalen verabredeten Netzes übernimmt vorläufig als Vertreter des Arbeitskreises Esperanto der Volkshochschule Kreis Kronach Armin Grötzner.

 

6.  Mit Rücksicht auf die persönlichen Daten werden die Namen und elektronischen Anschriften der Netzinteressierten gesondert nur für die Teilnehmer der Sitzung und für

     die Vorstände von BELO und BAVELO zur Verfügung gestellt.

 

Armin Grötzner                    

 

Letzte Aktualisierung am : 03.06.2010

 

Al la raporto pri la laborgrupo "Ĝemelaj urboj" en Esperanto

 

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